Format und technische Anforderungen

Der Schweizer Pass folgt der internationalen Norm ICAO 9303, die für alle biometrischen Reisepässe weltweit gilt. Das Passfoto muss folgende Eckdaten erfüllen, damit fedpol und das Passbüro es akzeptieren:

  • Format: 35 x 45 mm (Hochformat)
  • Gesichtshöhe: 29 bis 34 mm von Kinn bis Scheitel, das entspricht 70 bis 80 Prozent der Bildhöhe
  • Augenposition: ungefähr auf 60 Prozent der Bildhöhe von unten
  • Auflösung: mindestens 300 dpi im Druck, digital typischerweise 413 x 531 Pixel
  • Alter: nicht älter als zwölf Monate
  • Kopf: frontal zur Kamera, maximal fünf Grad Neigung

Die offiziellen Kriterien stammen aus der Fotomustertafel von fedpol. Wenn das Foto zu klein, zu gross, schief oder unscharf ist, wird es abgelehnt, und zwar unabhängig davon, wie gut du darauf aussiehst. Mit unserem Online-Tool bekommst du ein Foto, das alle diese Werte automatisch einhält.

Hintergrund, Beleuchtung und Ausdruck

Der Hintergrund muss neutral und einfarbig sein. fedpol akzeptiert weiss oder hellgrau, wichtig ist der Kontrast zum Kopf. Ein bunter Vorhang, ein Bücherregal oder Schatten an der Wand sind Ablehnungsgründe. Wer zu Hause fotografiert, stellt sich etwa einen halben Meter vor eine helle Wand, damit keine harten Schatten entstehen.

Bei der Beleuchtung zählt gleichmässiges Licht von vorne. Tageslicht durch ein grosses Fenster ist fast immer besser als Deckenleuchten, weil Deckenlampen Schatten unter Augen und Kinn werfen. Blitz direkt ins Gesicht führt zu überbelichteten Wangen und roten Augen, beides führt zur Ablehnung.

Beim Ausdruck gilt: neutral, Mund geschlossen, Augen offen, Blick gerade in die Kamera. Kein Lächeln, kein Stirnrunzeln. Das klingt streng, hat aber einen Grund: Die biometrische Gesichtserkennung am Flughafen vergleicht Referenzpunkte wie Nasenwurzel, Augenabstand und Mundlinie. Ein breites Lächeln verzerrt diese Punkte und kann an der Passkontrolle Probleme machen.

Brillen, Kopfbedeckungen, Make-up: was ist erlaubt?

Brillen: In der Schweiz gilt seit 2010 in den meisten Fällen ein Brillen-Verbot auf Passfotos. Die Begründung ist biometrisch: Reflexionen und Rahmen verdecken Augenpartien. Ausnahmen gibt es nur bei medizinischer Notwendigkeit, und auch dann müssen die Augen vollständig sichtbar sein, ohne Spiegelung. Wenn du eine Brille trägst, nimm sie für das Foto ab. Klare Kontaktlinsen sind in der Regel erlaubt. Farbige oder Kostüm-Linsen dagegen nicht, weil sie die Irisfarbe verfälschen.

Kopfbedeckungen: Mützen, Hüte und Kappen sind tabu. Religiöse Kopfbedeckungen (Kopftuch, Kippa, Turban) sind erlaubt, das Gesicht muss aber von Kinn bis Stirn und von Ohr zu Ohr vollständig sichtbar sein. Auch medizinisch bedingte Kopfbedeckungen sind zulässig, gemäss Angaben von fedpol.

Make-up und Haare: Dezentes Make-up ist okay, darf aber Gesichtszüge nicht verändern. Starker Lidschatten, Fake-Tan oder extreme Konturierung können zu Problemen führen. Haare dürfen nicht über die Augen fallen. Bart und Piercings sind erlaubt, solange sie keine Gesichtsmerkmale verdecken.

Was kantonale Passbüros 2026 akzeptieren

Hier wird es interessant, denn die Praxis unterscheidet sich je nach Kanton. Bei der Identitätskarte und beim Pass gilt nicht überall dasselbe. Die Grundregel lautet: Der Pass wird meistens vor Ort fotografiert, weil gleichzeitig die Fingerabdrücke biometrisch erfasst werden. Die Identitätskarte dagegen lassen viele Kantone mit mitgebrachtem Foto zu.

Drei Beispiele aus der kantonalen Realität 2026:

  • Kanton Zürich: Beim Passantrag werden Foto und Fingerabdrücke direkt im Passbüro erfasst. Ein mitgebrachtes Foto für den Pass ist nicht nötig und wird nicht verwendet.
  • Kanton Basel-Landschaft: Das digitale Foto wird laut Passbüro vor Ort erstellt, Mitbringen eigener Fotos ist ausdrücklich nicht erwünscht.
  • Wohngemeinde bei Antrag für die Identitätskarte: In mehreren Kantonen kann die reine IDK in der Wohngemeinde beantragt werden, dort ist das mitgebrachte Foto üblich. Es muss dann exakt den ICAO-Vorgaben entsprechen.

Die Faustregel 2026: Für den biometrischen Pass wirst du in fast allen Kantonen vor Ort fotografiert, auch bei der Kombi-Bestellung von Pass und ID. Für die reine Identitätskarte beim Einwohneramt kannst du in vielen Gemeinden ein eigenes Foto mitbringen. Prüfe vor dem Termin die Website deines zuständigen Passbüros, weil sich Regelungen ändern können.

Kosten: Passbüro, Fotostudio, Online im Vergleich

Der Schweizer Pass selbst kostet CHF 140 für Erwachsene (Gültigkeit zehn Jahre) und CHF 65 für Kinder unter 18 (Gültigkeit fünf Jahre) gemäss Angaben von fedpol. Die Kombi aus Pass und ID liegt bei CHF 158 für Erwachsene und CHF 78 für Kinder. Diese Gebühren gelten 2026 bundesweit.

Das Foto ist in diesen Gebühren nicht enthalten. Wer im Passbüro fotografiert wird, zahlt in der Regel separat, meist direkt ans Passbüro oder einen Fotodienstleister vor Ort. Die Preise variieren:

  • Passbüro (Onsite-Foto): rund CHF 20 bis 30, je nach Kanton
  • Fotostudio: CHF 15 bis 40, mit oder ohne Termin
  • Fotoautomat (SBB, Post): CHF 8 bis 12
  • Online-Dienste: CHF 4.90 bis 12
  • selfie-passfoto.ch: CHF 1.00

Wenn dein Kanton das mitgebrachte Foto akzeptiert (typischerweise für die ID oder wenn du das Foto privat aufbewahren willst), sparst du die Vor-Ort-Gebühr. Du kannst dein Foto für CHF 1.00 online erstellen, zu Hause auf Fotopapier drucken oder als Datei auf einen USB-Stick laden.

Gängige Fehler, die zur Ablehnung führen

Aus der Praxis der Passbüros häufen sich immer wieder dieselben Ablehnungsgründe. Wenn du diese kennst, sparst du dir einen zweiten Termin:

  • Schatten im Gesicht: Deckenlampe von oben erzeugt harte Schatten unter Nase und Kinn
  • Falscher Hintergrund: Bücherregal, gemusterte Tapete oder ein Vorhang gelten als nicht neutral
  • Lächeln oder offener Mund: biometrisch nicht auswertbar
  • Geneigter Kopf: mehr als fünf Grad Seitenneigung fallen durch die Prüfung
  • Haare über Augenbrauen oder Pony zu lang: Augenbrauen müssen vollständig sichtbar sein
  • Brille auf: seit 2010 in der Schweiz nicht mehr Standard erlaubt
  • Fotos mit Blitz-Reflexion: Glänzende Stirn- oder Wangenpartien
  • Foto zu alt: mehr als zwölf Monate seit Aufnahme
  • Auflösung zu niedrig: Handy-Screenshot statt Original-Foto, gedruckt auf normalem Papier

Unser Tool prüft diese Punkte automatisch und warnt dich, bevor du bezahlst. Die biometrische Validierung zeigt in Echtzeit, ob Gesichtshöhe, Augenlinie, Kopfneigung und Ausdruck stimmen.

Schritt-für-Schritt: Passfoto online für den Schweizer Pass

Wenn dein Kanton mitgebrachte Fotos akzeptiert oder du ein digitales Foto für die Identitätskarte brauchst, geht es in wenigen Minuten:

  1. Selfie machen: Stell dich vor eine helle, einfarbige Wand. Tageslicht von vorne, nicht von oben. Kamera auf Augenhöhe. Neutraler Ausdruck, Mund geschlossen, Augen offen, Blick gerade in die Kamera.
  2. Foto hochladen: Auf selfie-passfoto.ch ziehst du das Foto per Drag-and-Drop in den Editor. Die Gesichtserkennung positioniert dein Gesicht automatisch.
  3. Format wählen: Dokumenttyp auf Schweizer Pass / ID stellen. Das Tool schneidet auf 35 x 45 mm und setzt die Augenlinie auf 60 Prozent der Bildhöhe.
  4. Hintergrund prüfen: Ein Klick entfernt den Hintergrund und ersetzt ihn durch Weiss oder Hellgrau.
  5. Validierung anschauen: Die Biometrie-Prüfung zeigt dir acht Kriterien in Echtzeit. Solange ein Punkt rot ist, korrigierst du das Foto.
  6. Bezahlen und herunterladen: CHF 1.00 mit TWINT, Karte oder PostFinance, dann JPG-Datei sofort als Download.
  7. Drucken oder mitnehmen: Zu Hause auf Fotopapier ausdrucken (mindestens 300 dpi) oder als Datei auf USB, falls dein Passbüro das verlangt.

Der ganze Vorgang dauert typischerweise unter drei Minuten, Foto in 3 Minuten inklusive.

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